Fakten und Fiktionen im Zwischenraum: Autoästhetische Praktiken im 21. Jahrhundert

Editores/as:
Patricia Cifre Wibrow, Arno Gimber, Toni Tholen

Materias IBIC - BISAC

  • DS - LITERATURA: HISTORIA Y CRÍTICA
  • HP - FILOSOFÍA

Resumen

Auf das Konzept des Zwischenräumlichen fokussiert, befasst sich dieser Band mit den komplexen Verhältnissen von Fakten und Fiktionen im Rahmen autoästhetischer Praktiken, in denen Autobiographisches und Fiktionales gezielt verbunden werden. Es geht dabei um Schreib- und andersmediale Praktiken, die allesamt die Perspektive eines sozial, (inter)kulturell und körperlich situierten und sich selbst ästhetisch situierenden Ich in den Mittelpunkt stellen. In den Blick kommen damit Inszenierungen des Selbst sowie der Zwischenraum der Selbstmodellierung, der zwischen Text und Bild entsteht oder zwischen gedrucktem Text und digitaler Erweiterung, Virtualisierung und reflexiver Vervielfältigung.

INHALT

  • Einleitung [9]
  • Zwischenräume. Über Angela Krauß / Toni Tholen [19]
  • Die Wiederholung als Nach-Denken bei Uwe Timm. Eine Erinnerungsspur im Zwischenraum / Patricia Cifre Wibrow [33]
  • «Außerhalb des Namens» – Karl Ove Knausgårds poetologische Ethik / Andreas Hetzel [47]
  • Der Lebensroman. Ein Genre zwischen autobiographischer Fantasie und weltgeschichtlicher Wirkung / Christian Schärf [65]
  • Authentizitätsinszenierungen bei Milo Rau. Am Beispiel von zwei Stücken / Arno Gimber [77]
  • Figurationen vor Publikum: Subjektauftritte im zeitgenössischen Theater / Jens Roselt [87]
  • Reaktive Akten: Automediale Fügungen des Zwischenraums / Jörg Paulus [97]
  • Zeitung–Tagebuch–Palimpsest. Formen des Synchronen in Erica Pedrettis Spätwerk / Teresa Vinardell [109]
  • «Prenuptial Agreements» und «Rewards». Subjektivierung und Autoästhetik in kollaborativen Schreibprojekten der Gegenwart / Jennifer Clare [121]
  • Filmerinnerungen zwischen Bildschirm und Papier – Das Aushandeln des kulturellen Gedächtnisses bei Clemens Meyer und Claudius Niessen im Vergleich zu autofiktionalen US-amerikanischen Internetformaten / Volker Pietsch [135]
  • «Man träumt gar nicht oder interessant» – Das weisse Buch von Rafael Horzon, eine (Kunst)(Auto)(biographie) / Johanna Vollmeyer [151]
  • Literatur als kreativer Raum von Fakten: Identitätskonstruktion in Die Orangen des Präsidenten / Brigitte Jirku [165]
  • «Can you describe this?» Zwischen erlebter und erfundener Gulag-Realität in zwei Romanen von Susanne Schädlich und Monika Zgustova / Loreto Vilar [179]
  • Familienerinnerung und Fiktion in Viola Roggenkamps Romanen: Vergangenheitsbewältigung im Zwischenraum / Juan Manuel Martín [191]
  • Faktische und fiktionale Autobiographie. Thomas Brussigs Roman Das gibt’s in keinem Russenfilm / Manuel Montesinos Caperos [205]
  • Autorinnen und Autoren [215]
  • Die Herausgeber*innen [221]

Biografía del autor

Patricia Cifre Wibrow, Universidad de Salamanca

Ist Professorin für Literaturwissenschaft am Institut für moderne Philologie der Universität Salamanca. Ihre Forschung befasst sich mit Gedächtnisdiskursen in den spanisch- und deutschsprachigen Erinnerungskulturen sowie mit der Literatur- und Kulturtheorie der Moderne, Postmoderne und der Gegenwart. Mitherausgeberin der Zeitschrift Memoria y narración. Forschungsaufenthalte u.a. an der Ludwig-Maximilian Universität München und an der Freien Universität Berlin, Fellowship an der Universität Hildesheim.

Arno Gimber, Universidad Complutense de Madrid

Ist Professor für Deutsche Literatur an der Philologischen Fakultät der Universidad Complutense de Madrid. Er wurde an der Universität Köln promoviert und arbeitete als Lektor des DAAD an der Universität Jules Verne de Picardie in Frankreich. Seine Forschungsgebiete sind: deutschsprachige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Kulturwissenschaft, deutsch-spanischer Kulturtransfer und Intermedialität. Er ist Autor zahlreicher Studien zu verschiedenen Themen und Epochen der deutschen und europäischen Literatur sowie zum deutsch-spanischen Kulturvergleich.

Toni Tholen, Universidad de Hildesheim

Ist Professor für Literaturwissenschaft und -didaktik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Stiftung Universität Hildesheim. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschlechter- und Männlichkeitenforschung, der Literatur sowie der Literatur- und Kulturtheorie der Moderne, Postmoderne und der Gegenwart, ferner im Bereich der Beziehungen zwischen ethischen, spirituellen und ästhetischen Aspekten des Schreibens.

Cubierta para Fakten und Fiktionen im Zwischenraum: Autoästhetische Praktiken im 21. Jahrhundert
Publicado
julio 1, 2020